Wärmenpumpentrockner, vom Stromfresser zum Sparfuchs

VonChristian

Wärmenpumpentrockner, vom Stromfresser zum Sparfuchs

Wäschetrockner mit deutlich weniger Energie

Vor allem im Winter weiß man es sehr zu schätzen, wenn neben der Waschmaschine auch ein Trockner zur Verfügung steht. Noch bis vor Kurzem waren diese aber echte Stromschlucker. Doch das ist passe. Selbstverständlich ist die Lufttrocknung der Wäsche noch die günstigste und beste Art. Allerdings kann damit, je nach Wetterlage, bereits im Herbst Schluss damit sein.

Die Wäsche braucht oft mehrere Tage, bis sie auf dem Wäscheständer trocken ist. Zudem ist die beheizte Wohnung nicht der beste Ort dafür. Denn die feuchte Luft muss wieder hinaus transportiert werden und das geht stets mit einem Energieverlust einher. Die eingesparten Energiekosten können so wieder verpuffen.

Ein Trockner hatte bisher immer den Ruf eines echten Stromschluckers. Das kam daher, dass der Ablufttrockner zuerst die Luft in der Maschine erhitzt, damit die Feuchtigkeit aus der Wäsche aufgenommen werden kann, danach wird die feuchte Luft nach draußen gepumpt. Diese Art von Trocknern ist mit einer Energieeffizienz der Klasse C ausgestattet. Und ist somit nicht mehr akzeptabel. Auch die Variante des Kondensationstrockners beruht auf dem Prinzip der Lufterwärmung im Innern. Nach der Aufnahme der Feuchtigkeit wird diese mit kalter Luft aus der unmittelbaren Umgebung abgekühlt. Dabei kommt es zur Kondensation. Das so entstandene Wasser muss aufgefangen werden. Auch bei dieser Version des Wäschetrockners entsteht ein Zuviel an Wärmeenergie, die der Raum aufnehmen muss. Die besten Kondensationstrockner sind mit Energieeffizienz der Klasse A ausgestattet.

Topmodell mit Klasse: A+++

Die Trockner, die mit einer Wärmepumpe ausgestattet sind, können mittlerweile die Energieeffizienzklasse A+++ erreichen. Sie trocknen sanft bei einer niedrigen Temperatur, somit entsteht kein Wärmeüberschuss. Diese Art von Wärmepumpentrockner sind echte Stromsparer, kosten aber auch einiges. Die Preise dafür liegen bei 800 bis 1500 Euro. Ein Ablufttrockner hingegen ist bereits um 400 Euro erhältlich. Doch hier wird nicht wirklich gespart. Eine vierköpfige Familie verbraucht im Durchschnitt 900 kWh im Jahr, das sind ca. 250 Euro Stromkosten. Ein Gerät mit der Energieeffizienzklasse A+++ hingegen trocknet dieselbe Menge Wäsche für etwa 80 Euro im Jahr. Nach zehn Jahren im Einsatz kostet der Trockner mit Energieeffizienzklasse C etwa 1500 Euro mehr, als die moderne Variante. Mehr Infos zur Effizienz von Wärmepumpentrockner kann man auf dieser Seite lesen.

Neben dem Stromverbrauch ist das Fassungsvermögen der Trommel ein wichtiges Kriterium bei der Kaufentscheidung. In der Regel sollte der Trockner mehr Fassungsvermögen haben, als die Waschmaschine, damit die gesamte Wäsche hineinpasst. Zudem gibt es dann weniger Knitterfalten. Es gibt sogenannte Schontrommeln, die dafür sorgen, dass die Wäsche bei der Trocknung weniger stark abgenutzt wird. Darüber hinaus sollte der neue Trockner mit einem Schonprogramm ausgestattet sein, damit weiche Wollpullover und Feinwäsche extra schonend getrocknet werden können. Das beinhaltet sanfte Trommelbewegungen, Temperaturen und Luftstrom. Dabei ist eine Sensorsteuerung der Trockenprogramme von besonderer Bedeutung. In jedem Fall sollte die Wäsche vor Übertrocknung geschützt werden.

Reinigung unverzichtbar

Bei jeder Trocknung lösen sich feine Fasern ab und sammeln sich im Wärmepumpenfilter oder im entsprechenden Flusensieb. Diese sollten nach jedem Trocknungsvorgang entfernt werden, da sich ansonsten die Trocknungsleistung verringert. Einige Trockner sind mit einem Selbstreinigungssystem versehen. Je besser die gewaschene Wäsche geschleudert wurde, desto weniger muss der Trockner im Anschluss leisten.

Über den Autor

Christian administrator

Christian ist der Gründer und Autor von revue-magazine.net. Seine Spezialgebiete liegen im Bereich Politik, Wirtschaft, Finanzen & Bildung.

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