Wann der Chef für Überstunden bezahlen muss

VonChristian

Wann der Chef für Überstunden bezahlen muss

Wann der Chef für Überstunden bezahlen muss

Viele Arbeitnehmer leisten täglich Überstunden, sprich sie arbeiten eine höhere Stundenanzahl am Tag, als sie eigentlich müssten. Umsonst will dies jedoch keiner machen, weswegen sich die Arbeitnehmer bei vermehrter Arbeit im Gegenzug mehr Bezahlung erhoffen. Allerdings gibt es Arbeitgeber, die sich weigern ihren Angestellten mehr zu zahlen, da Arbeitnehmer Überstunden zumeist freiwillig leisten, ohne dass der Chef dies fordert.

Oftmals kommt es dadurch zu einer Meinungsverschiedenheit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, da Bezahlung von Seiten der Angestellten gefordert wird, der Chef sich aber weigert. Wann genau müssen Überstunden also bezahlt werden und wann ist der Chef nicht verpflichtet diese zu vergüten?

Wann müssen Überstunden tatsächlich bezahlt werden?

Grundsätzlich kann ein Blick in den Arbeitsvertrag direkte Abhilfe schaffen. Ist in diesem nur die wöchentliche Arbeitszeit vermerkt ohne Angabe zu den Überstunden, so haben Arbeitnehmer grundsätzlich Anspruch auf Bezahlung von Stunden, die über die vereinbarte Arbeitszeit hinausgehen. Auch kann es sein, dass im Arbeitsvertrag explizit niedergeschrieben ist, dass Überstunden nicht durch Bezahlung sondern durch mehr Ferientage entlohnt werden. So hat der Arbeitnehmer ein Recht auf mehr Freizeit aber nicht auf mehr Geld.

Außerdem ist es wichtig zu wissen, ob die Arbeit, die zu den Überstunden führte, notwendig war, um die vom Arbeitgeber geforderte Leistung erledigen zu können. Ist dies der Fall, so muss der Arbeitgeber die extra geleistete Arbeit vergüten. Im Gegenzug gäbe es keinen Anspruch auf Bezahlung, wenn die geleistete Arbeit nicht „sachdienlich“ war, also nicht zwingend notwendig und nicht gefordert vom Arbeitgeber.

Was sollte der Arbeitnehmer tun, um Überstunden bezahlt zu bekommen?

Damit es zu keinen Missverständnissen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer kommt, welche Arbeit tatsächlich während der gemachten Überstunden geleistet wurde, sollten Arbeitnehmer zu jeder Zeit eine Liste führen, was sie tatsächlich während der Arbeitszeit gemacht haben, es sollte also ein Protokoll geführt werden. Dabei muss geklärt werden, wann welche Aufgaben tatsächlich bearbeitet wurden und wie lange dies gedauert hat. Auch sollten die Angestellten dokumentieren, ob der Arbeitgeber die Überstunden gefordert oder nur geduldet hat. Werden all diese Informationen stets protokolliert, so hat der Arbeitnehmer im Zweifel vor Gericht größere Chancen die geforderte Entlohnung zu bekommen.

Fazit

Grundsätzlich sollte bei allen Fragen, die Arbeit und Arbeitszeit betreffen, zu aller erst im Arbeitsvertrag nachgeschaut werden. Hier wird zumeist alles, den Arbeitnehmer betreffende, aufgelistet. So kann teilweise auch herausgelesen werden, ob Überstunden bezahlt werden müssen oder nicht. Wenn es dem Arbeitsvertrag nicht entnommen werden kann, so kann man auch in der Firma oder bei einem Anwalt nachfragen, um Sicherheit zu bekommen. Besser man erkundigt sich zuerst, ob Überstunden vergütet werden, bevor man sie tatsächlich macht. Und wie eben bereits geschrieben, sollte unbedingt jeder Arbeitsschritt protokolliert werden, bevor fehlende Informationen über das Arbeitsverhalten letztlich zu Problemen führen können.

Über den Autor

Christian administrator

Christian ist der Gründer und Autor von revue-magazine.net. Seine Spezialgebiete liegen im Bereich Politik, Wirtschaft, Finanzen & Bildung.

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